Pionierbund Krems-Mautern

3602 Rossatzbach

Geschichte

Gründung

Der Pionierbund Krems wurde am 1. April 1924 als Kameradschaftsbund der ehemaligen Angehörigen der Genie-, Pionier-, Sappeur-, Eisenbahn und Telegraphen-truppe für Krems und Umgebung

gegründet.

Erster Obmann war der k.u.k. Oberst d. Res. Ing. Walter Packeny. Im Laufe der Zeit bestanden auch eine Ortsgruppe in St. Pölten und in Melk. Die Mitglieder waren sehr ins öffentliche Leben von Krems integriert, sodass z.B. im Hochwasserfalle Pontonruderer aus dem Mitgliederstand gestellt wurden.

Vom Anfang an bestand ein enger Kontakt zum Sappeur- und Pionier- Denkmalverein Krems (1920-1931). Um nicht mit der Kameradschaftlichen Vereinigung (Klub) ehemaliger Genie-soldaten, Altpioniere und Altsappeure für das Land Niederöstereich in Krems, der ab 1935 ebenfalls den Namen Kameradschaftsbund der ehemaligen Genie-, Pionier-, Sappeur-, Eisenbahn- und Telegrafentruppe und deren Nachfolger in Niederösterreich in Krems führte, verwechselt zu werden, wurde im Mai 1937 die Kameradschaft in

Bund der Technischen Truppen 1924 in Krems

umbenannt. 1938 wurde der Bund in den Reichskriegerbund Kyffhäuser eingegliedert und stellte mit Auflösung der Kyffhäuserverbände 1943 ebenfalls den Betrieb ein.

Ab 1957 wurde die Tradition der Kremser Pioniere vom Pionierbund Krems weitergeführt. Das Vereinsabzeichen von 1924 wird auch heute noch geführt.

2004 änderte der Pionierbund Krems seinen Namen auf Pionierbund Krems – Mautern da ja ab 1974 keine Pioniere mehr in Krems garnisoniert waren.
Im Jahre 2006 mit Einführung der neuen Statuten wurde der Name erweitert auf

Kameradschaftliche Vereinigung von Angehörigen der Pionier -, Fernmelde- und ABCAbwehrtruppe.

 Julius Raab war Mitglied

Im Jahr 2006 ist es gelungen historisch wertvolle Unterlagen aus dem Nachlass des Ehemaligen Schriftführers Edlinger zu erwerben. Unter andern waren auch Mitgliederlisten aus den Jahren 1925 bis 1936 darunter aus denen eindeutig hervorgeht, dass der ehemalige Bundeskanzler und Offizier des Sappeurbataillons Nr. 2 in Krems Julius Raab (* 29. 11. 1891 St. Pölten ,† 8. 1. 1964) Mitglied des Kameradschaftsbundes der ehemaligen Angehörigen der Genie-, Pionier-., Sappeur, Eisenbahn – und Telegrafentruppe für Krems und Umgebung war. Die Kameradschaft (später als Bund der Technischen Truppen bezeichnet hatte über 400 Mitglieder im heute würde man Zentralraum NÖ sagen.

Schon ab 1929 bestand eine Ortsgruppe in St. Pölten die 1934 auch vereinsbehördlich angemeldet wurde. Die Ortsgruppe wurde 1940 in die Kriegerkameradschaft Technische Truppen St. Pölten übergeleitet.

Der Pionierbund Krems – Mautern und seine Verbindung zur Garnison Melk

1935 kam es auch zur Bildung einer Ortsgruppe in Melk. Nach mehreren Besprechungen fand die Gründungsversammlung am Sonntag den 6. Oktober 1935 um 1530 Uhr im Hotel Bahnhof (Ehrenreich) in Melk statt. Um 0930 Uhr nahm man an der Heldengedenkfeier des Pionierbataillons 3 zur Erinnerung an die Erstürmung Belgrads am 7. und 8. Oktober 1915 teil, anschließend wurde die Stadt Melk und das Stift besichtigt. Die Ortsgruppe stellte jedoch 1938 den Betrieb ein und wurde (erst) im April 1940 behördlich aufgelöst, da sie sich auch nicht den Kyffhäuserbund angeschlossen hatte.

Sehr viele Kremser dienten auch während des 2. Weltkriegs beim (Heeres-) Pionierbataillon 70 das 1938 aus dem Pionierbataillon Nr. 3 des 1. österr. Bundesheeres formiert wurde. Es gab daher nach dem Krieg einige Treffen der ehemaligen 70er die vom Pionierbund Krems – Mautern organisiert wurden.

Die Beziehung des Pionierbundes zur Garnison und zu den Pioniereinheiten in Melk hat daher schon eine lange Tradition. Sie hat mit der Eingliederung der damaligen PzPiKp/PzStbB3 und jetzigen PiKUKp/ (PionierKampfUnterstützungsKompanie) in das PiB3 an Intensität zugenommen.


 


Pionierbund Krems-Mautern

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