Am 29. Juli 2022 sprachen mehr als 250 Rekruten in der Gemeinde Texingtal das Treuegelöbnis auf die Republik Österreich. Die Angelobung des Pionierbataillons 3 aus Melk und des Stabsbataillons 3 aus Mautern ging in der Gemeinde feierlich über die Bühne. Die Hitze machte nicht nur den Rekruten, sondern auch den Abordnungen des Pionierbundes und des ÖKB sehr zu schaffen. „Bereits in der ersten halben Stunde hatten einige Soldaten einen Schwächeanfall. Das passiert immer wieder bei Angelobungen“, erläutert Michael Fuchs, Kommandant der Melker Pioniere.
Aus „Fürsorge gegenüber den Rekruten“, wurde der Zapfenstreich daher gestrichen. Im Rahmen der Angelobung kam es teils zu beleidigenden Zwischenrufen aus dem Publikum. „Eine offensichtlich betrunkene Frau ist auch mit Wasserflaschen zu den Rekruten gegangen“. So ein Verhalten habe ich bei einer Angelobung noch nicht erlebt. Bürgermeister Günther Pfeiffer (ÖVP) bedauert die Zwischenfälle: „Insgesamt war die Angelobung sehr schön. Ich finde es schade, dass jemand extra nach Texingtal fährt, um Unruhe zu stiften“. Laut Pfeiffer habe es sich bei den „Unruhestiftern“ um auswärtige Besucherinnen und Besucher gehandelt.
Anmerkung durch den Pionierbund:
Wenn man am Abend mitten am Gelände des Texingtaler Feuerwehrfestes eine Angelobung des Österreichischen Bundesheeres veranstaltet, muss man damit rechnen, dass die Zuschauer und Besucher nicht mehr ganz nüchtern sind. Laut Auskunft eines ehemaligen Kameraden waren die „Zwischenrufer“ sehr wohl einheimische welche mit der Politik des Bürgermeisters und seines Vorgängers, Innenminister Karner, nicht zufrieden sind.